Sonntag, 7. Oktober 2007

Das Abenteuer hat begonnen :-)

Zur Info: Wir (Christian und Johannes) haben heute beschlossen, diese Seite gemeinsam zu gestalten. Abwechselnd werden wir sie in den kommenden Monaten bearbeiten.

Zu den Fotos

Am 4. Oktober 2007 kam Johannes nach Manila. Mit ihm war zu Beginn nicht viel anzufangen, da er die meiste Zeit schlief. :-)

Was wir an den ersten gemeinsamen Tagen machten...

Gestern, Samstag, hatten wir am Vormittag einen Rieseneinkauf fuer unsere Volunteer-Wohnung. Jetzt haben wir endlich eine Grundausstattung (Besteck, Matratze, Mistkuebeln, Ventilatoren, Insektenvernichter, Dosenoeffner...) beisammen. In Manila gibt es wahnsinnig viele Einkaufszentren. Sie sind aufgrund deren gigantischer Groesse nur kaum mit den oesterreichischen vergleichbar. Es macht den Eindruck, als wuerde die Haelfte der Leute hier (ca. 18 Mio Einwohner) dort arbeiten. In jedem Verkaufsgang und an jeder Ecke stehen ca. 4 Angestellte (Wenn wir vorbeigehen ist natuerlich klar, wohin sich ihre Blicke wenden...). An der Kassa befinden sich ebenso 4 Angestellte: Jemand zieht die Sachen ueber den Scanner, ein anderer steht dahinter. Die Restlichen 2 - es koennen auch 3 sein - packen die Sachen in viele Plastiksackerl. Das Einkaufengehen ist also wirklich ein Erlebnis!
Am Nachmittag besuchten wir mit Schwester Edith (der Projektleiterin) eine Niederlassung der Kalasantiner hier in Manila. Hier befindet sich die einzige Ausblidungsstaette der Kalasantiner Asien's. Der Leiter des Hauses machte fuer unsere Burschen so eine Art Einkehrtag (Besinnung, Gebet, Beichte, Teilnahme bei der Vesper). In diesem Rahmen konnten die Jugendlichen ihre Vergangenheit aufarbeiten, indem sie Steine bunt bemalten und ihrer Geschichte so Ausdruck verliehen (siehe Fotos). Es war sehr erstaunlich, wie offen und persoenlich die Burschen sein konnten... Zur Auflockerung zwischendurch spielten wir Basketball und liessen uns von den philippinischen Ballkuensten beeindrucken. Obwohl sie nicht zu den laengsten Spielern gehoeren haben sie ihre Qualitaeten durch Schnelligkeit und Rafinesse ausgespielt.

Den Sonntagsgottesdienst besuchten wir heute bei einer charismatischen Gemeinde. Eine Kombination aus Messfeier und Power-Lobpreis. Interessant war, dass sowohl der Priester als auch ein Ehepaar, das nach der Messe zu uns sprach, aus Deutschland (Koeln Umgebung) kamen. Wir haben natuerlich unsere Adressen ausgetauscht und werden sie wahrscheinlich besuchen.

Im Grossen und Ganzen geht es uns hier in Manila gut. Aber eins ist bis jetzt auesserst gewoehnungsbeduerftig: Durch unsere Groesse und Hautfarbe ziehen wir alle Blicke auf uns und werden von den Philippinos "Joe" genannt ("Joe" wird eigentlich jeder Europaer und Amerikaner genannt. Nett, oder?). Es ist auch schon des oefteren vorgekommen, dass Kinder auf der Strasse mit dem Finger auf uns zeigen und lachen (wahrscheinlich uns auslachen. Auch nett, oder?). Aber man gewohnt alles... Wir merken also an unserem eigenen Leib, dass es hier in Manila so gut wie keine Touristen gibt.

Christian und Johannes

2 Kommentare:

Johann Walch hat gesagt…

Interessant, was ihr so zu berichten wisst. Hoffentlich steigt euch die Körpergröße nicht auch noch in den Kopf, sonst werdet ihr noch größer und wer weiß, wie das das Volk an der Basis darauf reagieren würde?
Wahrscheinlich beginnt in euch schon bald ein Relativierungsprozess unserer westlichen Weltanschauung und Lebensweise.
Wie sagt Paulus: Gott hat den Großen und Weisen Einiges verheimlicht, was er aber den Kleiner geoffenbart hat... Alles Gute und viel Glück!

Anonym hat gesagt…

Magandang hapon!
Kumusta?
Mabuti ako!
Na, schon etwas Filipino gelernt?
Ich freue mich sehr für euch und mit euch, dass ihr die große Chance habt 1 Jahr auf den Philippinen verbringen zu können. Eine aufregende Stadt! Könnt ihr wohl gut schlafen oder wecken euch auch jeden Tag um 4-6 Uhr morgens die vielen Gockel auf?
Viel Spaß beim Karaoke! Nur keine falsche scheu! Es singt hier ja auch ein jeder! Also nur los! Der Applaus ist euch sicher!

Ich war 2004/2005 für 14 Monate, mit der französischen Oragnisation Points Coeur (Heart's Home oder Tahanang Puso wie man hier sagt www.heartshome.org)
in Navotas im Nordwesten von Manila. Ihr solltet die Gemeinschaft unbedingt einmal besuchen. Ruft einfach einmal hin an. Ein kl. Haus mit ungefähr 5 Volontären. Es ist gerade Ulli aus Südtirol und Lukas aus Deutschland dort. Ihr müsst unbedingt mit ihnen in der Nacht auf den Fischhafen gehen, das ist ein unvergessliches Erlebnis. (Einer der größten Asiens und ganz in der Nähe von der Gemeinschaft)
Wir sind zu meiner Zeit regelmäßig 1 Mal in der Woche in der Nacht hin. Zwischen tausenden Arbeitern und tonnenweise Fisch haben wir viele Kinder und Familien besucht... Das muß man einmal gewesen sein.

Ich versichere euch, dass ihr am Ende eurer Zeit sehr sehr schwer wegfahren werdet, wenngleich am Anfang auch einiges sehr schwer zu verdauen erscheint, gerade wenn ihr ins Gefängis geht. Ich hoffe in "eurem" Gefängnis sind nicht über 100 in einer Zelle.
Dank der großen Herzlichkeit und Offenheit der Filipinos fühlt man sich ja gleich wohl!
Außer ihr mögt keine kinder, was sich aber hier durch die vielen Kinder sehr sehr schnell ändert!Wenn man eure Berichte so liest, möchte man sofort mit dabei sein..... (leider habe ich noch nicht die Gabe der Bilokation!)
Gott wird euch (und hat euch schon) sicherlich sehr sehr reich beschenkenen.
Schließe euch ins Gebet ein. (Alle die dies lesen, möchte ich hiermit auch einladen, sie im Gebet zu unterstützen!)
Also dann bis bald und keine Angst, ihr seit auf den Philippinen unter dem besonderem Schutz von unserer Mama Maria.

Mabuhay!
Gottfried (Kuya Fred) Graz